Grundstückspreise Linz und Umland: die amtlichen Zahlen
537 Euro je Quadratmeter kostet Bauland in Linz im Schnitt. In Leonding ist es mehr, in Herzogsdorf ein Zehntel davon. Hier stehen alle 48 Gemeinden im Umkreis von 25 Kilometern, mit Verlauf seit 2016, und dazu, was der Durchschnitt über Ihr Grundstück sagt und was nicht.
Wer in Linz ein Grundstück verkaufen oder kaufen will, findet online drei Sorten von Zahlen: Angebotspreise aus Inseraten, Schätzungen von Portalen und die amtlichen Durchschnittspreise der Statistik Austria. Nur die letzte Sorte beruht auf tatsächlich unterschriebenen Kaufverträgen. Genau die steht auf dieser Seite.
Die Karte: Bauland im Zentralraum, 2016 bis 2025
Ziehen Sie den Regler durch die Jahre. Die Farbklassen bleiben dabei gleich, das Bild verändert sich also nur, wenn sich die Preise wirklich verändern.
Karte: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet. Gemeindegrenzen: Statistik Austria, Gliederung Österreichs in Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2026, CC BY 4.0), für die Darstellung vereinfacht. Kein Kartendienst von außen: Die Karte lädt nichts nach, wenn Sie diese Seite öffnen.
Zwischen der teuersten und der günstigsten Gemeinde im Umkreis von 25 km liegt der Faktor 11,5: Leonding mit 637 €/m² gegen Herzogsdorf mit 55 €/m². Beides Jahrgang 2025, beides amtlich.
Linz selbst: 537 Euro je Quadratmeter
Zwei Dinge fallen an dieser Kurve auf, und beide sind erklärungsbedürftig.
Erstens der Rückgang von 2024 auf 2025. Der Jahrgang 2024 weist für Linz 597,8 Euro aus, der Jahrgang 2025 nur noch 537,2. Das heißt nicht, dass Bauland in Linz binnen eines Jahres um zehn Prozent billiger geworden ist. Die Statistik Austria bildet jeden Jahrgang aus den Kaufverträgen der jeweils letzten fünf Jahre und rechnet ältere Verträge auf das aktuelle Preisniveau hoch. Was sich ändert, wenn ein Jahrgang wechselt, ist also auch die Mischung der Verträge im Fünfjahresfenster. In einer Stadt mit wenigen Baulandverkäufen pro Jahr (Linz ist weitgehend verbaut) schlägt eine Handvoll großer Transaktionen deutlich durch.
Zweitens der Abstand zum Umland. Der Bezirk Linz-Land liegt bei einem Drittel bis der Hälfte des Linzer Werts, Urfahr-Umgebung noch darunter. Die einzelnen Gemeinden erzählen aber eine andere Geschichte als die Bezirksdurchschnitte.
| Bezirk | 2016 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Bezirk Linz | 316 | 537 | +70 % |
| Bezirk Linz-Land | 152 | 304 | +100 % |
| Bezirk Urfahr-Umgebung | 99 | 152 | +54 % |
Bezirksdurchschnitt in Euro je m² Baugrundstück. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
Leonding ist teurer als Linz
In der Gemeindetabelle steht nicht Linz an der Spitze, sondern Leonding. Das ist kein Fehler im Datensatz. Nach unserer Marktbeobachtung im Zentralraum liegt es daran, welche Ware in welcher Gemeinde überhaupt noch verkauft wird: In Linz selbst kommt kaum klassisches Einfamilienhaus-Bauland auf den Markt, dort geht es überwiegend um verdichtete Bauträgerflächen. In Leonding, Pasching und Traun wechselt dagegen genau das den Besitzer, wofür Familien am meisten zahlen: erschlossenes Wohnbauland in Stadtnähe, mit der Linzer Infrastruktur vor der Tür und einem eigenen Garten dahinter.
| Gemeinde | Bezirk | 2016 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Leonding | Linz-Land | 339 | 637 | +88 % |
| Linz | Linz | 316 | 537 | +70 % |
| Pasching | Linz-Land | 255 | 482 | +89 % |
| Traun | Linz-Land | 227 | 435 | +91 % |
| Lichtenberg | Urfahr-Umgebung | 224 | 422 | +89 % |
| Ottensheim | Urfahr-Umgebung | 224 | 422 | +89 % |
| Puchenau | Urfahr-Umgebung | 224 | 422 | +89 % |
| Wilhering | Linz-Land | 199 | 363 | +83 % |
| Hörsching | Linz-Land | 186 | 326 | +75 % |
| Gallneukirchen | Urfahr-Umgebung | 226 | 324 | +43 % |
| Asten | Linz-Land | 180 | 311 | +72 % |
| Kirchberg-Thening | Linz-Land | 198 | 302 | +52 % |
| Engerwitzdorf | Urfahr-Umgebung | 137 | 294 | +115 % |
| Enns | Linz-Land | 142 | 294 | +107 % |
| St. Florian | Linz-Land | 160 | 293 | +83 % |
| Neuhofen an der Krems | Linz-Land | 135 | 285 | +111 % |
| Ansfelden | Linz-Land | 166 | 284 | +71 % |
| Niederneukirchen | Linz-Land | 139 | 281 | +102 % |
| Oftering | Linz-Land | 130 | 278 | +114 % |
| Pucking | Linz-Land | 148 | 267 | +80 % |
| Steyregg | Urfahr-Umgebung | 119 | 252 | +112 % |
| Piberbach | Linz-Land | 106 | 251 | +137 % |
| Altenberg bei Linz | Urfahr-Umgebung | 154 | 244 | +58 % |
| Gramastetten | Urfahr-Umgebung | 139 | 242 | +74 % |
| Hargelsberg | Linz-Land | 115 | 242 | +111 % |
| Eggendorf im Traunkreis | Linz-Land | 99 | 232 | +134 % |
| Kematen an der Krems | Linz-Land | 111 | 228 | +106 % |
| Allhaming | Linz-Land | 110 | 226 | +104 % |
| Walding | Urfahr-Umgebung | 118 | 208 | +76 % |
| Kronstorf | Linz-Land | 113 | 207 | +84 % |
| St. Marien | Linz-Land | 137 | 205 | +50 % |
| Alberndorf in der Riedmark | Urfahr-Umgebung | 99 | 205 | +107 % |
| Hellmonsödt | Urfahr-Umgebung | 113 | 180 | +59 % |
| Kirchschlag bei Linz | Urfahr-Umgebung | 103 | 176 | +71 % |
| Bad Leonfelden | Urfahr-Umgebung | 91 | 170 | +86 % |
| Feldkirchen an der Donau | Urfahr-Umgebung | 98 | 159 | +63 % |
| Goldwörth | Urfahr-Umgebung | 98 | 159 | +63 % |
| Sonnberg im Mühlkreis | Urfahr-Umgebung | 96 | 138 | +43 % |
| Hofkirchen im Traunkreis | Linz-Land | 105 | 138 | +31 % |
| Eidenberg | Urfahr-Umgebung | 77 | 126 | +63 % |
| Zwettl an der Rodl | Urfahr-Umgebung | 84 | 125 | +48 % |
| St. Gotthard im Mühlkreis | Urfahr-Umgebung | 81 | 109 | +34 % |
| Reichenau im Mühlkreis | Urfahr-Umgebung | 80 | 104 | +30 % |
| Haibach im Mühlkreis | Urfahr-Umgebung | 60 | 101 | +67 % |
| Schenkenfelden | Urfahr-Umgebung | 50 | 70 | +42 % |
| Ottenschlag im Mühlkreis | Urfahr-Umgebung | 50 | 70 | +42 % |
| Oberneukirchen | Urfahr-Umgebung | 39 | 63 | +62 % |
| Herzogsdorf | Urfahr-Umgebung | 44 | 55 | +26 % |
Alle Werte in Euro je m² Baugrundstück. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Jahrgänge 2016–2025 (veröffentlicht 28.05.2026). Bearbeitet: Jahrgänge zu Zeitreihen zusammengeführt, Veränderungen daraus berechnet.
Was der Durchschnitt über Ihr Grundstück nicht weiß
Der amtliche Wert ist ein geometrisches Mittel über alle Baulandverkäufe einer Gemeinde. Er kennt weder Ihre Parzelle noch das, was am Ende über den Preis entscheidet:
- Die Widmung. Wohngebiet, gemischtes Baugebiet, Betriebsbaugebiet oder Grünland mit Bauplatzbewilligung sind verschiedene Märkte. Das amtliche Mittel wirft Bauland zusammen, der Käufer nicht.
- Die zulässige Dichte. Zwei Grundstücke nebeneinander, eines mit zwei zulässigen Geschoßen, eines mit vier: Der Bauträger rechnet in erzielbarer Wohnnutzfläche, nicht in Quadratmetern Grund.
- Die Aufschließung. Kanal, Wasser, Strom, Zufahrt. Ein nicht aufgeschlossenes Grundstück ist kein günstiges Grundstück, sondern ein Grundstück mit einer offenen Rechnung.
- Der Zuschnitt und das Gefälle. Ein zwölf Meter breiter Schlauch bebaut sich anders als ein Rechteck. Hanglage kostet Fundament.
- Altlasten und Verdachtsflächen. Im Linzer Süden und rund um den Hafen ist das ein reales Thema und gehört vor dem Verkauf geklärt, nicht danach.
- Bestehende Gebäude. Ein Abbruchobjekt zieht die Abbruchkosten vom Grundwert ab. Einen Energieausweis braucht ein Abbruchobjekt übrigens nicht. Der gilt für Gebäude, die genutzt werden.
Wie die Statistik Austria rechnet
Die Werte stammen aus dem Grundstückstransaktionsregister, also aus den Kaufverträgen selbst. Ausgewertet werden Verkäufe an private Haushalte. Der Wert für einen Jahrgang ist das geometrische Mittel der Verträge der letzten fünf Jahre, wobei ältere Verträge auf das Preisniveau des Jahrgangs hochgerechnet werden. Bei Gemeinden mit sehr wenigen Verkäufen bildet die Statistik Austria Gruppen aus mehreren Gemeinden.
Praktisch heißt das: Die Reihe ist geglättet. Ein Wendepunkt im Markt kommt in dieser Statistik ein bis zwei Jahre später an als im Verkaufsgespräch. Für die Frage „wo stehen wir grundsätzlich“ ist das gut, für die Frage „was ist heute drin“ zu träge.
Häufige Fragen
Sind das Angebots- oder Verkaufspreise?
Verkaufspreise. Die Statistik Austria wertet die tatsächlich abgeschlossenen Kaufverträge aus. Angebotspreise auf Immobilienportalen liegen erfahrungsgemäß darüber, weil sie den Verhandlungsspielraum noch enthalten.
Warum ist der Wert für 2025 niedriger als der für 2024?
Weil jeder Jahrgang ein Fünfjahresmittel ist und sich mit dem Jahrgang auch die Zusammensetzung der ausgewerteten Verträge ändert. In Linz werden wenige Baugrundstücke pro Jahr verkauft, deshalb wirken einzelne große Verträge stark. Ein Rückgang im Jahrgang ist kein Preisverfall am Markt.
Gilt der Wert auch für ein Grundstück mit Haus darauf?
Nein. Diese Zahlen betreffen unbebaute Baugrundstücke. Bei einem bebauten Grundstück wird der Grundwert über den Vergleichswert ermittelt und der Gebäudewert getrennt davon, beim Einfamilienhaus nach dem Sachwertverfahren. Die Hauspreise stehen im Beitrag zu den Hauspreisen in Linz.
Wie oft werden die Zahlen aktualisiert?
Einmal jährlich. Die Statistik Austria veröffentlicht die Immobilien-Durchschnitts\ preise Ende Mai für das Vorjahr; die Werte auf dieser Seite sind der Jahrgang 2025, veröffentlicht am 28. Mai 2026.
Was ist mein Grundstück konkret wert?
Das lässt sich aus dem Gemeindedurchschnitt nicht ableiten, aber wir schauen es uns gerne an. Für eine erste Einschätzung brauchen wir Adresse, Grundstücksgröße, Widmung und, falls vorhanden, den Grundbuchauszug.